TCP Chronik
Die Anfänge
Im Jahre 1989 musste der Sportverein Punitz auf Grund des zunehmenden Spieler- und Funktionärsmangel den Verein auflösen. Viele Spieler der vergangen Jahre mussten altersbedingt die aktive Karriere beenden. Eine Fortsetzung fand der Verein vorerst im Altherrensportverein Punitz. In dieser Altherrenvereinigung wurde schon bald der Gedanke geboren einen Tennisplatz zu errichten. Einerseits sollte damit auch den Jugendlichen und den Frauen die Möglichkeit der sportlichen Betätigung geschaffen werden und anderseits handelt es sich um eine Sportart die auch von einzelnen Personen ausgeübt werden kann.
Im Winter 1993/1994 wurde auf Initiative vom späteren Gründungsobmann Radits Ewald eine Bedarfserhebung durchgeführt. Da die Errichtung einer Tennisanlage mit beträchtlichen finanziellen Aufwendungen verbunden ist, musste sehr behutsam und überlegt an die Realisierung dieses Projektes herangegangen werden.
Bereits zu Beginn des Jahres 1994 wurden die von 28 Personen unterfertigten Satzungen zur Bildung eines Vereines eingereicht. Mit Bescheid der Sicherheitsdirektion für das Burgenland vom 22. März 1994, Zahl Vr-70/94 wurde die Bildung des Vereines mit dem Namen "Tennisclub Punitz" genehmigt. Von den Proponenten Radits Ewald und Svetits Eduard wurde zur konstituierenden Generalversammlung eingeladen. Diese fand am Freitag, den 09. April 1994 im Gasthaus Racz statt.
In dieser konstituierenden Generalversammlung wurde folgender Vereinsvorstand gewählt:
| Obmann | RADITS Ewald |
| Obmann Stvtr. | SVETITS Eduard |
| Kassier | MOSER Karl |
| Kassier Stvtr. | MARTH Jürgen |
| Schriftführer | BRENNER Alfred |
| Schriftführer Stvtr. | RADITS Alfred |
| Beiräte |
RICHTER Marianne KERTELICS Manfred EBNER Raimund |
| Kontrollausschuss |
MAGDITS Wolfgang GERGER Otto |
Die Mitgliederzahl war bei der konstituierenden Generalversammlung bereits auf 34 angewachsen. Die Ausarbeitung des Modus für die Gestaltung der Beitrittsgebühren zur Finanzierung der Anlage, sowie die Festlegung des Standortes waren die erste große Herausforderung an den Vorstand. Einerseits sollte die Tennisanlage nicht zu weit außerhalb des Ortsgebietes liegen, anderseits sollte auch eine Belästigung der Bevölkerung ausgeschlossen werden. Nach langwierigen Gesprächen und Verhandlungen wurde letztendlich beschlossen die Tennisanlage im Bereich des Sportplatzes zu errichten. Für diesen Sportplatz sprach der vorhandene Stromanschluss, das vorhandene Grundstück der Gemeinde sowie die damit verbundene Reaktivierung des Sportplatzes.
Beginn der Bauarbeiten
Nach Erlangung der naturschutzbehördlichen Bewilligung der Bezirkshauptmannschaft Güssing und der baubehördlichen Bewilligung der Gemeinde Tobaj wurde im Mai 2001 mit den Bauarbeiten begonnen. Beim Amt der Bgld. Landesregierung sowie dem Allgemeinen Sportverband Österreichs wurde um finanzielle Unterstützung angesucht. Nach Rodung einer verwilderten Fläche zwischen dem Sportplatz und dem Limbach wurde ein Brunnen für den Betrieb der Beregnungsanlage errichtet. In den Monaten Mai bis Juli 1994 wurde die Zweifeldtennisanlage samt Einzäunung durch die Fa. Fischer errichtet.
Die Kosten für die Errichtung der Tennisanlage betrugen ca. ATS 700.000.-.
Weiterer Ausbau
Bereits im Herbst des Jahres 1994 wurde der Gedanke geboren im Bereich der Tennisanlage und des Sportplatzes ein Clubhaus zu errichten. Im Oktober 1994 wurde der erforderliche Beschluss dazu gefasst. Es wurde beschlossen ein Clubhaus bestehend aus einem Clubraum, einem Vorraum, Toiletten für Damen und Herren, zwei Umkleideräumen und einem Abstellraum zu errichten.
Bereits im Winter des Jahres 1994/1995 wurde das Holz für den Dachstuhl und die Holzdecke umgeschlagen. Parallel dazu wurde bereits im Jänner 1995 mit dem Vermessen der Platte bzw. dem Herstellen der Platte Anfang Feber 1995 begonnen. Am 03. Juni 1995 war der Rohbau mit Dacheindeckung fertiggestellt. Von den Mitgliedern wurden viele freiwillige Arbeitsstunden geleistet.
Am 17. Juni 1995 fand mit einem Festakt die feierliche Einweihung der Zweifeldtennisanlage statt.
Im Jänner 1996 wurde eine Flutlichtanlage aufgestellt. In den Jahren 1996, 1997 und 1998 wurde das Clubhaus fertiggestellt (Fenster und Türen, Elektroinstallation, Wasserinstallation, Verputzarbeiten, Fliesarbeiten, Außenputz, Spenglerarbeiten, Pflastern des Vorplatzes u.v.a.m.). In diesen Jahren konnte auch die Einrichtung für eine Küche im Clubraum sowie die sonstigen Einrichtungsgegenstände angeschafft werden. Zur Realisierung all dieser baulichen Maßnahmen mussten zahlreiche freiwillige unentgeltliche Arbeitsstunden (vor allem vom Vereinsvorstand) erbracht werden. Neben diesen baulichen Maßnahmen waren auch viele organisatorische Arbeiten zu verrichten.
Neben den baulichen und organisatorischen Arbeiten wurden auch sportliche Aktivitäten gesetzt. Es wurden Tennisvergleichskämpfe und Tennisturniere sowie Tennistrainingslager organisiert. Zu verschiedenen Tennisclubs und Organisationen (z.B. Gendarmerie) entstand ein sehr freundschaftliches Verhältnis.
Schlussprüfung und Segnung
Im April 1997 wurde die Schlussüberprüfung für die gesamte Tennislange vorgenommen.
Am 03.-04 Juli 1999 wurde im Rahmen eines Sportfestes die feierliche Segnung des Clubhauses vorgenommen. Im Rahmen dieses Festes wurde auch das 1. Gemeindetennisturnier sowie ein Tennis-Mascherlturnier veranstaltet. Zahlreiche Ehren- und Festgäste haben am Festakt teilgenommen.
Der Tennisclub Punitz wurde bei der Realisierung seiner Vorhaben von der Gemeinde Tobaj mit einem Beitrag von ATS 100.000.-, dem Land Burgenland mit einem Beitrag von ATS 392.000.- und dem ASVÖ, Landesverband Burgenland finanziell unterstützt. Der weitaus überwiegende Teil der anfallenden Baukosten musste von den Mitgliedern getragen werden. Obendrein wurden ca. 1000 freiwillige, unbezahlte Arbeitsstunden geleistet. Dem Verein gehörten zu Beginn 53 Gründungsmitglieder und einige außerordentliche Mitglieder an. Mehr als 100 Personen waren zu Beginn auf der Tennisanlage spielberechtigt.
Das Clubhaus mit den Sportanlagen wurde wieder zentraler Mittelpunkt der sportlichen Aktivitäten der Jugend von Punitz.
Ewald Radits
Gründungsobmann des TCP